Die Birnenernte ist für heuer vorbei. Heute haben wir die letzten „Williams Christ“ gepflückt und eingelagert. In ca. 5 bis 7 Tagen werden sie richtig reif sein und wir können sie verarbeiten. Sie sind fast so groß wie „Clapps Liebling“. Pflückreif sind sie noch relativ hart und grün mit roten Flecken an der Seite, die der Sonne zugewandten ist. Sie werden bis zur Vollreife in etwa einer Woche Insgesamt haben wir etwas mehr als 40 Kg „Williams Christ“ geerntet. Wir werden daraus Kompott, Marmelade und Mus machen. Einen Teil werden wir zu Saft pressen und natürlich werden wir auch genügend Birnen zum Essen beiseite legen.

Von beiden Bäumen gemeinsam haben wir ca. 70 Kg Birnen geerntet.

 

27.09.2018

Am kommenden Wochenende werden unsere Tochter Barbara, der Schwiegersohn Patrik und unsere Enkeltochter Emilia zu uns kommen, denn jetzt beginnt die Apfelernte. Gegen die Unmenge Äpfel, die gepflückt und verarbeitet werden müssen, war die Birnenernte ein Kinderspiel. Wir werden versuchen an diesen drei Tagen den Baum leer zu räumen. Ilka und ich werden dann in der folgenden Woche die Äpfel sortieren, die schönsten Exemplare zur weiteren Verarbeitung in Obststeigen einlagern und die übrigen in der Obstmühle zerkleinern und daraus Saft pressen. Der wird dann einige Minuten auf 85 Grad erhitzt und so haltbar gemacht. Danach wird er in Flaschen abgefüllt. Ich bin schon gespannt wie der Ertrag ausfallen wird. Bei einer entsprechenden Menge werde ich vielleicht 10 Liter nicht pasteurisieren sondern zu Apfelmost vergären lassen. Auf jeden Fall aber wird Ilka ein neues Rezept ausprobieren und erstmals Bratapfelmarmelade machen.

 

28.09.2018

Beginn der Apfelernte. Sieben Eimer a 20 Liter und eine Scheibtruhe voll Äpfel (ca. 130 kg) an einem Nachmittag. Das ist aber erst der Anfang, denn am Baum merkt man noch kaum, dass etwas fehlt. Morgen und am Sonntag geht es weiter. Ich glaube aber nicht, dass wir mit den Kindern den Baum an diesem Wochenende leer bekommen werden, obwohl Babsi und Patrik wirklich fleißig und sehr schnell pflücken. Wir haben schließlich erst ca. 1/4 der gesamten Menge gepflückt. Und dann muss diese Riesenmenge ja auch noch verarbeitet werden! Keine Ahnung wie wir das schaffen sollen und wie lange es dauern wird. Von der Lagerkapazität will ich gar nicht reden. Darüber mache ich mir aber erst Gedanken, wenn wir sehen wie groß der Platz-bedarf wirklich ist.

 

29.09.2018

Heute haben wir noch etwas mehr geerntet als gestern. Der Baum ist zwar noch immer halb voll, aber mehr als die jetzt insgesamt gepflückten ca. 280 - 300 kg können wir bei bestem Willen nicht verarbeiten und lagern. Bei den restlichen Äpfel müssen wir leider warten bis sie von selbst herunterfallen und sie dann als Bioabfall entsorgen. Schade um die vielen schönen Äpfel, aber heuer gibt es einfach viel zu viele.

 

16.10.2018

In den letzten 2 Tagen haben wir Unmengen Äpfel gewaschen, geviertelt, durch die Obstmühle gedreht und den Saft aus der Maische mit der Spindelpresse in einen Kanister gepresst. Das Maischen und Pressen war eine sehr schweißtreibende und anstrengende Angelegenheit. Ich bekam davon einen Muskelkater, den ich noch einige Tage später gespürt habe.

Über Nacht blieb der Kanister stehen, damit sich die Trübstoffe absetzen konnten. Am nächsten Tag wurde der Saft in großen Töpfen ein paar Minuten auf 85 Grad erhitzt und sofort in heiß ausgewaschene Flaschen gefüllt. Das Ergebnis von zwei Tagen harter Arbeit sind 40 Liter köstlicher naturtrüber Bio-Apfelsaft. Aufgrund der noch gelagerten Menge Äpfel ist zu erwarten, dass noch etwa 30 Liter folgen werden. 10 Liter davon werden wir zu Apfelwein (österr. "Most") vergären lassen. Die dazu erforderliche Ausrüstung wie Gärfass mit Gärröhrchen, ein Refraktometer zum Messen des Zuckergehaltes, ein digitales Acidometer zur Feststellung des Säuregehaltes, ein Vinometer zum Messen des Alkoholgehaltes, eine auf 0,1 g genaue kleine Digitalwaage zum Wiegen der diversen Zusätze, sowie alle erforderliche Zutaten wie Weinhefe, Hefenährsalz, Milchsäure, Zitronensäure, Antigel, Kaliumpyrosulfit zum Schwefeln und nicht zuletzt eine kleine Weinfibel für Hobby-Kellermeister haben wir uns im Internet gekauft. Hoffentlich gelingt mit dieser Ausstattung unser erster Versuch eigenen Apfelwein (Most) herzustellen und wir vergeuden nicht 10 Liter frisch gepressten Apfelsaft. Na ja, einen Versuch ist es wohl wert.   

 

23.10.2018

Heute haben wir die letzten noch gelagerten Äpfel zu 10 Liter Apfelsaft mit einem Zuckergehalt von 59o Oechsle gepresst, nach Anleitung geschwefelt, in einen Gärbehälter gefüllt, den Säuregehalt des Apfelsaftes laut Tabelle mit Zitronensäure auf ca. 8,5 g/l eingestellt, die erforderliche Menge Weinhefe (Trockenhefe) und Hefenährsalz zugesetzt, den Gärbehälter mit einem Gärröhrchen verschlossen und in einen Raum mit ca. 20 Grad gestellt. Die Gärung sollte nun in 2 - 3 Tagen beginnen. Hoffentlich klappt auch alles und wir bekommen am Ende als Belohnung für unsere Mühe einige Flaschen wohlschmeckenden Apfelwein. Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis. Darauf müssen wir aber noch einige Zeit warten.

    d

25.10.2018

Hurra es funktioniert! Heute gegen 15.00 Uhr hat der Apfelsaft im Gärbehälter zuerst zaghaft, dann aber immer kräftiger zu gären begonnen. Mittlerweile blubbert es schon ganz ordentlich im Gärröhrchen. Nun heißt es den werdenden Wein in Ruhe gären lassen, das Gärröhrchen beobachten, bei Bedarf Sperrflüssigkeit nachfüllen und geduldig das Ende der Gärung (Dauer etwa 4 - 8 Wochen) abwarten. Erst wenn der Gärvorgang komplett abgeschlossen ist, kann der Wein (Most) weiterbearbeitet werden.

 

28.11.2018

Vor fünf Wochen haben wir den Apfelsaft zum Vergären angesetzt. Da der Most nun schon seit 3 Tagen nicht mehr "blubbert" und auch nach leichtem Schütteln nicht wieder damit beginnt, haben wir ihn heute das erste Mal abgezogen und dabei vom Bodensatz (Trub und Hefe) getrennt, geschwefelt und 10 ml Mostfein zugesetzt. Kitzinger Mostfein setzt man nach der Gärung zur Erzielung eines lieblichen Geschmacks zu und mischt gut durch. Dadurch wird der Most süßer, ist aber trotzdem auch für Diabetiker geeignet.

       Danach wurde der Most, der bereits vollkommen klar ist und einen leichten Goldton hat, wieder in den gut gereinigten Gärbehälter gefüllt. Dieser wurde fest verschlossen und das mit einer Schwefellösung gefüllte Gärröhrchen aufgesetzt um zu verhindern,

       dass Sauerstoff und Keime an den Most kommen. Jetzt muss er noch ca. zwei bis vier Wochen ruhen. Dabei klärt er weiter und bildet seinen endgültigen Geschmack aus. Dann sollte er fertig zum Abfüllen sein.

 

 

30.12.2018

Heute war es endlich soweit. Wir haben den Gärbehälter geöffnet, den Most nochmals mit 10 ml Mostfein veredelt, mit 0,7 g Kaliumpyrosulfit geschwefelt um ein Nachgären in den Flaschen zu verhindern, das Ganze vorsichtig untergerührt, dann den Most in 0,75 l - Flaschen abgefüllt, diese dann mit einem extra dafür gekauften manuellen Verkorker verschlossen und mit von uns selbst entworfenen und ausgedruckten  Etiketten versehen. Danach wurden die Flaschen im Keller liegend gelagert damit die Korken nicht austrocknen und porös werden. Insgesamt wurden es 11 Flaschen Most.

Bei mehrere "Kostproben" während des Abfüllens konnten wir feststellen, dass unser Most, der laut Alkometer einen Alkoholgehalt von ca. 8 % hat, super schmeckt. Eine Flasche haben wir gleich eingekühlt und im Laufe des Tages ausgetrunken.

Nächstes Jahr werden wir sicher wieder Most machen. Dann möchten wir allerdings nicht nur 10 sondern mindestens 20 Liter herstellen, weil ich von Familienangehörigen und Freunden, die von unserem Mostversuch erfahren haben, gefragt wurde, ob ich vom fertigen Most nicht einige Flaschen abgeben könnte. Ich musste dies aufgrund der geringen heuer hergestellten Menge leider ablehnen und die Interessenten auf nächstes Jahr vertrösten.

Je mehr Saft wir jedes Jahr machen desto besser. Die heuer getätigten Investitionen sollen sich ja möglichst bald durch die jährliche Herstellung größerer Mengen Apfelsaft und Most amortisieren. Da wir jetzt das komplette für die Saft- und Most-herstellung erforderliche Equipment besitzen, entstehen uns in Zukunft ja nur mehr eher unbedeutende Kosten.

      

Heuer haben wir insgesamt 60 Liter naturtrüben Apfelsaft, 6 ½ Liter Birnensaft und 8 ½ Liter Most hergestellt. Das sind in Summe 75 Liter. Ich glaube, dass wir damit zufrieden sein können. Wir haben ja außerdem noch Unmengen Birnen- und Apfelmarmelade, Kompott und Apfelmus gemacht. Nicht zu vergessen die vielen leckeren Apfelstrudel, die mein Schatz nach Omas Strudelrezept gebacken und zum Teil eingefroren hat. Wenn man den Strudel in der Mikrowelle langsam auftaut und erwärmt, mit Staubzucker bestäubt und lauwarm serviert, schmeckt er fast wie frisch gebacken.

Die gesamte Obstverarbeitung war wegen der Unmenge an Früchten sehr viel Arbeit. Ich meine aber, dass wir auf das Ergebnis wirklich stolz sein können.

 

2019

19.08.2019

Über die Obstverarbeitung 2019 gibt es leider nichts Positives zu berichten, denn die heurige Obsternte wird ein Totalausfall. Da es im Frühling während der Blütezeit einige Tage relativ starken Morgenfrost gab, sind leider so gut wie alle Blüten erfroren. Nur ganz vereinzelt hängen Früchte an unseren Obstbäumen. Auch unseren uralten Apfelbaum, der meist erst blüht wenn es nicht mehr friert, hat es heuer leider schwer erwischt.

Es gibt aber auch etwas Erfreuliches zu vermelden. Unser jüngster und kleinster Apfelbaum hat heuer erstmalig geblüht und trägt bereits vier kleine Äpfel. Das ist aber auch schon die einzige positive Nachricht.

Aufgrund des frostigen Frühlings gib es heuer leider keine Marmelade, kein Kompott, keinen Saft und zu meinem Leidwesen auch keinen Most. Zum Glück haben wir noch genug Vorräte aus dem Vorjahr eingelagert. Nur der Most geht leider allmählich zur Neige. Jetzt heißt es eben darauf hoffen, dass im nächsten Jahr der Obstertrag wieder besser wird. Sollten wir nächstes Jahr genügend Äpfel ernten können, werde ich auf jeden Fall wesentlich mehr Most machen als voriges Jahr. An einem heißen Sommertag gibt es nichts Besseres gegen den Durst als ein erfrischendes Glas gut gekühlten Most mit Mineralwasser.

 

2020

08.09.2020

Für die heurige Obsternte gilt das Gleiche wie für die im Vorjahr. Auch heuer sind während der Blütezeit fast alle Blüten erfroren. An den Bäumen hängen so wenige Früchte, das sich eine Ernte fast nicht lohnt. Da heißt es eben auf das nächste Jahr hoffen. Es gibt leider auch heuer wieder keinen Birnensaft. Auch Kirschen, Zwetschken und Kriecherl waren ein Totalausfall. Nur unser "Williams Christ" trägt zumindest so viele Birnen, dass wir wenigstens einige Gläser Birnenspalten einlegen und vielleicht ein paar Gläser Birnenmarmelade mit Rotwein machen können.

Nur auf unseren uralter Apfelbaum ist Verlass. Er trägt auch heuer wieder wie verrückt. Mitte Oktober werden unsere ältere Tochter samt Familie an einem Wochenende zu uns kommen und den Baum, so gut es in den paar Tagen eben geht, abräumen. Die Verarbeitung bleibt dann für meinen Schatz und mich. Dabei kommen wieder unsere handbetriebene Obstmühle und die Spindelpresse zum Einsatz. Wir werden wieder naturtrüben Apfelsaft, Apfelmost, Apfelmus und Apfelkompott machen und natürlich köstlichen Apfelstrudel nach dem alten Rezept meiner Großmutter.

So geht unser Obstjahr wenigsten halbwegs versöhnlich zu Ende und die Durstlöscher für das kommende Jahr sind gesichert.

Außerdem konnten wir Unmengen Brombeeren ernten und zu Marmelade und Kompott verarbeiten.

 

22.10.2020

         Die heurige Apfelernte ist vorbei. Da sich unsere älteste Tochter wegen mehrerer Bänderverletzungen einer komplizierten Knieoperation unterziehen musste und nur mit Krücken gehen kann, wurde leider nichts aus der Unterstützung bei der Ernte und

         so mussten mein Schatz und ich alleine pflücken. In drei Tagen haben wir  ca. 300 - 320 kg Äpfel vom Baum geholt. Nicht schlecht für zwei 70-jährige. Die Äpfel sind heuer relativ groß, sehr süß und saftig. Der Baum ist zwar noch nicht einmal zu Hälfe

         leer, aber mehr können wir bei bestem Willen nicht lagern. Die Arbeit beginnt aber erst jetzt so richtig. In den nächsten Tagen müssen wir in schweißtreibender Handarbeit die Äpfel zu Saft, Most, Kompott, Mus und Bratapfelmarmelade verarbeiten.

         Natürlich darf auch der Apfelstrudel nach Oma´s Rezept nicht fehlen. Außerdem werden wir einige Kilogramm besonders schöne Äpfel im kühlen Keller für den späteren Verzehr einlagern.

 

         31.10.2020

         Heute haben wir mit der Verarbeitung der Äpfel begonnen. Zuerst haben wir ca. 20 kg gewaschen und mit dem Messer geviertelt. Danach wurde sie mit der Obstmühle zerkleinert und die entsprechende Menge Antigel zugesetzt. Das fördert die Saft-

         ausbeute und man braucht weniger Kraft zum Pressen.

         So bleibt die Maische bis morgen stehen und dann wird sie mit der Spindelpresse gepresst. Das wiederholt sich bis wir 20 Liter Apfelsaft zur Mostherstellung gepresst haben. Wenn dieser Saft zur Vergärung angesetzt ist werden weitere 40 Liter gepresst,

         auf 85 Grad erhitzt und sofort als naturtrüber Apfelsaft in Flaschen abgefüllt werden.

 

         01.11.2020

         Heute haben wir die 20 Liter Apfelsaft für den Most gepresst, geschwefelt, mit Gärhefe und Hefenährsalz versetzt, in unsere  zwei 10 Liter-Gärbehälter gefüllt und zum Gären in einen Raum mit ca. 20 Grad gestellt. Wenn wir alles richtig gemacht haben

         sollte in zwei bis drei Tagen die Gärung einsetzen.

 

         03.11.2020

         Es ist soweit. Heute in den frühen Morgenstunden haben beide Gärbehälter fast gleichzeitig zu gären begonnen. Soweit hat mit unserer Mostherstellung schon mal alles geklappt. Hoffentlich haben wir keine Fehlgärung und bekommen statt Most 20 Liter

         Apfelessig. Das wäre bitter nach der vielen Arbeit.

         Heute haben wir außerdem 15 Liter Apfelsaft gepresst. Wir lassen ihn über Nacht stehen, damit sich die Trübstoffe absetzten. Morgen machen wir daraus 15 Flaschen naturtrüben Apfelsaft.

 

         04.11.2020

         Heute haben wir die gestern gepressten 15 Liter Apfelsaft auf 85 Grad erhitzt und naturtrüb durch ein Filtertuch in Flaschen abgefüllt. Na ja, eigentlich nur 14,5 Liter, einen halben Liter haben wir gleich eingekühlt und später mit Soda aufgespritzt ge-

         trunken. Etwa die gleiche Menge müssen wir in den nächsten Tagen nochmals pressen und verarbeiten. Dann ist das mühsame Schneiden, Maischen und Pressen für heuer erledigt. Die restlichen gepflückten Äpfel werden zu Bratapfelmarmelade, Apfel-

         mus, Kompott und natürlich Apfelstrudel verarbeitet. Einige Kilogramm besonders schöne Äpfel werden außerdem zum späteren Verzehr im Keller eingelagert.

 

         05.11.2020

         Heute haben wir sechs Gläser Apfelspalten eingelegt sowie den gestern abgefüllten Apfelsaft etikettiert und im Keller gelagert. Allmählich werden die noch zu verarbeitenden Äpfel im Keller immer weniger und ein Ende der Arbeit ist abzusehen. Bis Mitte

         nächster Woche sollten wir fertig sein.

 

         07.11.2020

         Gestern haben wir die letzten 12 Liter Apfelsaft gepresst und heute naturtrüb abgefüllt. Da jetzt die Saftherstellung für heuer vorbei ist, wurden die Obstmühle und die Presse von der transportablen Werkbank abmontiert, alles gründlich gereinigt und bis

         zum nächsten Herbst wieder im Keller verstaut.

         Jetzt lagern in einem Kellerraum nur mehr die Äpfel, die wir für Marmelade, Mus und Apfelstrudel benötigen. Außerdem haben wir einige Obststeigen mit besonders schöne Äpfeln gefüllt und zum späteren Verzehr eingelagert. Die Arbeit, die wir jetzt

         noch vor uns haben, ist eine Kleinigkeit im Vergleich zu der Schufterei die wir hinter uns haben. Aber die Anstrengungen vergisst man schnell, wenn man am Ende das erfreuliche Ergebnis der vielen Arbeit sieht.

 

          08.11.2020

          Allmählich ist ein Ende der Arbeit abzusehen. Heute haben wir einige Gläser Bratapfelmarmelade gemacht. Ein paar Gläser werden später vielleicht noch dazu kommen. Äpfel dazu haben wir ja noch mehr als genug.

 

          12.11.2020

          Die Verarbeitung der Äpfel (waschen, schneiden, maischen, pressen) ist endlich erledigt und mein Schatz hat bereits den ersten Apfelstrudel mit selbstgemachtem, hauchdünnem Strudelteig gebacken. Er schmeckt einfach himmlisch. Davon wird es in

          nächster Zeit sicher noch mehr geben.

 

          21.11.2020

          Nachdem unser Most seit einigen Tagen nicht mehr gärt, haben wir ihn heute in zwei saubere, lebensmittelechte Kunststoffkübel abgezogen und dabei von den am Boden der Gärfässer abgesetzten Heferesten und Trübstoffen getrennt. Dann haben wir ihn

          wieder in die gut gereinigten Gärbehälter zurückgefüllt, geschwefelt und mit Mostfein versetzt. Danach wurden die Behälter wieder gut verschlossen und die Gärröhrchen mit Sperrflüssigkeit wieder aufgesetzt. Dabei haben wir einen kleinen Schluck ge-

          kostet. Es ist doch Most geworden und kein Apfelessig. Er schmeckt schon sehr gut und der Alkoholgehalt dürfte relativ hoch sein. Jetzt muss er noch ca. 8 Wochen in den Gärbehältern lagern, damit er weiter klärt und seinen endgültigen Geschmack aus-

          bildet. Dann wird er nochmals leicht geschwefelt, bei Bedarf noch mit etwas Mostfein versetzt, abgezogen, dabei sofort in Flaschen abgefüllt und verkorkt.

      

2021

       19.01.2021

             Nach 8 Wochen Ruhezeit haben wir heute den Most nochmals leicht geschwefelt, vom Bodensatz getrennt und abgezogen. Dabei haben wir ihn gleich in saubere Flaschen abgefüllt, verkorkt, etikettiert und im Keller kühl und dunkel gelagert. Damit ist die

         Verarbeitung der Äpfel  aus  dem Erntejahr 2020 endgültig erledigt. Die Mostherstellung hat insgesamt 2 ½ Monate gedauert. Der Aufwand hat sich aber gelohnt, denn der Most Jahrgang 2020 hat 5,6 % Alkoholgehalt und schmeckt wieder wirklich gut.

         Während der Lagerung im Keller wird er seinen Geschmack noch weiter ausbauen und richtig gut werden. Gut gekühlt und mit Soda gespritzt ist er ein super Durstlöscher für heiße Sommertage.

         Jetzt ist im Garten einige Monate Ruhe bevor kurz vor der Baumblüte die Arbeit wieder losgeht. Die Bäume müssen zurückgeschnitten und tote Äste entfernt werden. Auch die Beerensträucher müssen dann geschnitten und angebunden werden bevor

         sie neu austreiben.

 

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